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So gestaltest du eine ausdrucksstarke Marke im WWW

Hast du dich auch schon gefragt, wie du deine Marke in den unendlichen Weiten des WorldWideWeb positionieren und dich von der großen Masse an Mitbewerbern abheben kannst? Die Antwort: Mit einer ausdrucksvollen Persönlichkeit! Wie du eine solche Marken- oder Produktpersönlichkeit definierst und diese dann in dein Design übersetzt, erfährst du in diesem Post.

Bevor du andere davon überzeugen kannst, wofür deine Marke oder dein Produkt steht, solltest du das für dich selbst ganz klar definieren. Denk doch mal an Marken wie Apple oder Tesla – hierzu fallen dir sicher haufenweise Adjektive ein, die diese etablierten Unternehmen und deren Produkte beschreiben. Genauso klar solltest du das auch für deine Marke parat haben. Denn wenn die Persönlichkeit deiner Brand klar ist, kannst du deine Kommunikation – und auch deinen Webauftritt – vollumfassend danach ausrichten. Und mit vollumfassend, meine ich vollumfassend: Hierbei ist nicht nur das Design entscheidend, sondern auch Motion und Sound auf deiner Website sind wichtige Elemente, die auf das „Look and Feel“ und den Ausdruck deiner Brand Identity einzahlen.

Aber nochmal zurück zum Anfang! Wie definiert man eigentlich seine Marken- oder Produktpersönlichkeit?

Dafür solltest du für dich die folgenden drei Fragen beantworten:

  1. Wobei unterstütz deine Marke/dein Produkt deinen User? Was möchte dein User damit (emotional) erreichen?
  2. Welches Naturell/welche Stimmung repräsentiert deine Marke/dein Produkt?
  3. Welches Maß an Expertise (eine Autoritätsperson/ein Kollege/Jemand, der mitlernt) repräsentiert dein Produkt?

Sei dabei so detailliert wie möglich. Am einfachsten gelingt dir diese Übung, wenn du dir deine Marke als Person vorstellst und den Charakter, aber auch die „Energie“ dieser Person beschreibst: Wie geht diese Person, wie könnten ihre Bewegungen aussehen, wie spricht diese Person und welche Stimmung kommt auf, wenn sie den Raum betritt,…

Eine Step-by-Step-Anleitung zur Definition deiner Marken-DNA findest du hier.

Hast du deine Markenpersönlichkeit erst einmal definiert, geht es ans Eingemachte – denn nun kannst du dir überlegen, wie du diese Persönlichkeitsmerkmale in das Design deiner Website übersetzt. Ich möchte dich dazu einladen, hierbei weit über den Tellerrand zu blicken…

Design ≠ was man sieht

Häufig bleibt es beim Erstellen einer Website für eine Marke oder ein Produkt bei einer „netten“ Gestaltung – aber um emotionale Ausdruckskraft zu erzeugen, braucht es weit mehr: Wie wäre es zum Beispiel mit Bewegung?!

Die Bewegung von Schnittstellenelementen hat die Macht, den Charakter deiner Brand zu unterstreichen und einen bleibenden Eindruck bei deinen Usern zu hinterlassen. Sicher kennst du z. B. den Affen von Mailchimp, der dir bei wichtigen Entscheidungen deinen Newsletter betreffend zur Seite steht. Er weckt Emotionen und macht die Marke unverkennbar.

Für das passende Motiondesign nimmst du nun wieder die Persönlichkeitsmerkmale deiner Marke zur Hand. Ist deine Brand z. B. ruhig und weich – dann eignen sich sanfte Wisch-Effekte oder Verblassen für einzelne Elemente. Hat deine Marke allerdings eine unbeschwerte, verspielte Persönlichkeit, sind sogenannte elastische Bewegungen oder „Bounces“ die richtige Wahl.

Wie solche Bewegungen auf deiner Website aussehen könnten, kannst du dir mit dem Ease Visualizer von GreenSocks ansehen. Dort sind die verschiedenen Effekte für JavaScript visualisiert.

Der Ton macht die Musik

Ein weiteres mächtiges Element, um die Persönlichkeit deiner Marke zu unterstreichen, ist der Sound. Ja, ich weiß, Sound in falschen Situationen, zu laute Töne, oder ein verpatztes Timing können ganz schön nervig sein – aber all diese nervtötenden Eigenschaften kannst du mit dem „richtigen“ Sounddesign umgehen.

In der Zeit von immer kleiner werdenden Screens auf mobilen Endgeräten und Co. ist Audio ein wirkungsvolles und vor allem nützliches Tool, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sound muss aber nicht im Vordergrund stehen – er ist dazu da, dein Design zu unterstützen, es zu unterstreichen und einen Mehrwert zu leisten. Du kannst z. B. Sound-Elemente als Markenzeichen nutzen, Alerts setzen, die Navigation (sinnvoll!) unterstützen oder Emotionen beim Benutzen deiner Website verstärken.

Wichtig beim Sounddesign ist, dass die verwendeten Elemente möglichst kurz sind (wie z. B. der Ton, wenn du eine Mail verschickst) und, dass du dem User die Kontrolle über den Sound überlässt. Dieser soll in der Lage sein, den Ton zu muten oder auch anzupassen.

Einbauen lassen sich Soundeffekte ganz einfach über Web Audio APIs, oder du suchst nach passenden Sounds auf motionsound.io.

Zusammengefasst sei gesagt: Es ist wichtig, dass du die Identität deiner Brand kennst und diese in all ihren Facetten allumfassend in deine Kommunikation miteinfließen lässt. Deine Website ist hierbei dein Aushängeschild und die Präsentationsfläche der Brand Personality. Nutze aufsehenerregende Elemente wie Bewegung und Sound, um die Aufmerksamkeit deiner User auf bestimmte Bereiche zu lenken, aber überfordere sie nicht mit wildem Treiben auf deiner Website. In richtigem Maße angewendet, kann Motion und Sound aus einem Websitebesuch ein stimmiges und ausdrucksvolles Erlebnis für deine Zielgruppe kreieren.

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